05.04.2009
Abgasbeheizte Dampferzeugungsanlage mit 13 MW Dampfleistung
Die Installation von abgasbeheizten Dampferzeugern in KWK-Anlagen trägt dazu bei den Primärenergiebedarf zu reduzieren sowie letztlich sowohl Betriebskosten zu minimieren als auch CO2 Emissionen zu reduzieren.
Am folgenden Beispiel wird der Nutzen einer Motoren KWK-Anlage mit abgasbeheizten Dampferzeugern verdeutlicht.
Die Anlage in Südosteuropa erzeugt bei einer elektrischen Leistung der Motoren von ca.
30 MW ca. 19,5 t/h Sattdampf bei 6,5 bar(ü). Zur Dampferzeugung wird ausschließlich die Abgaswärme der Motoren eingesetzt.
Der produzierte Sattdampf wird kontinuierlich für die Stahlproduktion im nahegelegenen Industriepark eingesetzt. Durch die effiziente Abgaswärmenutzung der Motoren steigt der Gesamtwirkungsgrad der Anlage auf über 80%. Verglichen mit einer separaten Erzeugung von Strom und thermischer Energie wird somit eine Primärenergieeinsparung von ca. 40% durch geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe erzielt.
Entsprechend den Angaben des Betreibers werden durch die Anlage jährlich rund 185.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart, wodurch dem Betreiber ermöglicht wird entsprechende Emissionszertifikate zu verkaufen.
Jeder Dampferzeuger der Anlage wird von zwei Motoren beheizt, wobei die Abgaswege komplett getrennt sind, so dass eine Beeinflussung der Motoren untereinander ausgeschlossen ist. Sollte einmal reduzierter Dampfbedarf vorliegen, kann die Dampfleistung jedes einzelnen Motors mittels eines Bypasses um den Dampferzeuger „abgeschaltet“ werden.
Ein Schaltschrank mit APROVIS Controlling System (ACS) pro Dampferzeuger steuert die Dampferzeugung sowie stellt die Kommunikation mit den Motoren sicher.
Eine hohe Verfügbarkeit der Kessel wird zudem mittels Fernwartung/-diagnose per Modem sichergestellt.
